Süße Polenta mit Safran 04.06

Schon wieder Porridge! Nein, dieses Gefühl soll erst gar nicht aufkommen. Und so bin ich immer auf der Sucher nach neuen leckeren Frühstücksideen … und werde fündig. 🙂

Gerade habe ich Polenta für mich entdeckt. Und war sie bisher nur in salziger Form in meinem Repertoire, so genieße ich jetzt nahezu manisch die süße Variante mit Safran, Sahne und Rosinen. Ein paar gedünstete Früchte dazu und geröstete Nüsschen – lecker!

Die Polenta schmeckt dann wie ein fluffiger Grießbrei, ist dabei aber nicht so schwer, da es sich ja um Mais und nicht ein kohlenhydratschweres Getreide handelt.  Gerade jetzt in der warmen Jahreszeit finde ich Mais, Quinoa , Amaranth und Co. deutlich verträglicher, während mir persönlich Hafer, Dinkel und andere Getreide zu schwer im Magen liegen und mich müde machen.
Mais ist aus ayurvedischer Sicht eher austrocknend und daher vor allem gut für Kapha. Aber aufgepasst – die Sahne ist für euch nicht so verträglich – lieber nur Wasser nehmen. Mit diesem Rezept spreche ich also vorwiegend Vata- und Pitta-Konstitutionen an.  

Hier kommt nun das Rezept zum Nachkochen. Da ich immer pi-mal-Daumen unterwegs bin, hoffe ich, dass die Mengenverhältnisse passen. Also einfach spielerisch damit umgehen.

Für 1 Portion:

3 EL Maisgrieß (je feiner desto besser)
3 EL flüssige Sahne
ca. 250 ml heißes Wasser
2-3 Fäden Safran
1 Msp. Kardamom gemahlen
1 Prise Salz
1 Handvoll Rosinen
etwas frischen Zitronensaft oder 1/2 TL Amla-Pulver
Akazienhonig 

Safranfäden in ein kleines Gefäß oder im Mörser fein zerbröseln und mit wenig heißem Wasser übergießen. Einweichen lassen.
Sahne mit restlichem Wasser, Kardamom und Salz in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Den Maisgrieß nun unter Rühren (in eine Richtung) einstreuen und kurz aufkochen lassen. Safran mitsamt dem EInweichwasser dazugeben, Rosinen unterrühren und das Ganze quellen lassen bis der Grieß schön weich ist. Zwischendurch immer mal wieder umrühren und ggf. heißes Wasser nachgießen, damit alles schön sämig wird.
Anschließend mit Zitronensaft abschmecken, etwas abkühlen und mit Honig nach Geschmack süßen.

Parallel dazu ein paar frische Früchte dünsten, Nüsse anrösten und als Topping darüber geben. Ich habe hier Aprikosen verwendet, aber diese waren irgendwie zu bitter. Ich könnte mir im Sommer sehr gut Pfirsiche dazu vorstellen oder auch Heidelbeeren. Jetzt schmeckt bestimmt auch eine Soße aus vollreifen Himbeeren göttlich gut dazu. Mmmmh… werde ich direkt mal ausprobieren. 😉

Guten Appetit!

 

 

Ayurvedische Selbstmassage 20.04

Die Ganzkörperselbstmassage ist ein Teil der ayurvedischen Morgenroutine, kann aber natürlich auch zu anderen Zeiten durchgeführt werden. 
Sie dient der Reinigung, Stoffwechselanregung, Entschlackung und vor allem der Besänftigung von Vata-Dosha. Mit dieser einfachen Anwendung können wir gezielt innerer Unruhe, Schlafstörungen, Trockenheit, Problemen des Bewegungsapparates und anderen Vata- Störungen entgegenwirken.

Ich genieße es, meinen Körper mit warmem Öl zu verwöhnen. Wenn ich noch Zeit habe, lege ich mich in einen Bademantel gewickelt ins Bett (mit zwei alten Laken die Bettwäsche geschützt) und entspanne mit mit einer angeleiteten Trance. Danach fühle ich mich entspannt und gestärkt. Aber auch, wenn ich das Öl nur ca. 15 Minuten einwirken lasse, spüre ich nach einer warmen Dusche eine  wohlige Weichheit meines Körpers. Ich kann es nur empfehlen!

Hier nun eine kleine Anleitung, die ich mir anhand des Buches „Ayurveda für jeden Tag“ von Dr. Ernst Schrott angeeignet habe.

Vorbereitung:

  • Klassisch wird für die Selbstmassage Sesamöl verwendet. Hierzu am besten eine kaltgepresste Bio-Qualität verwenden. Dann das gesamte Öl in einen Topf füllen, kurz auf 80 °C (Fleischthermometer) erhitzen, abkühlen lassen und zurück in die Flasche gießen. Das Öl ist nun „gereift“ und zieht ebsser in die Haut ein.
  • Für die Massage im Badezimmer ein Handtuch  auf den Boden legen und auf einen Hocken legen.
  • Das Badezimmer sollte angenehm temperiert sein.
  • Das Öl erwärme ich nu wieder in einem kleinen Glas im Wasserbad auf etwas über Körpertemperatur, so dass es sich schön warm auf der Haut anfühlt. 

Massage:

  • Massiert wird immer mit streichenden und kreisenden Bewegungen. Der Druck der Hand sollte dabei fest, aber angenehm sein. Körperpartien wie Ober- und Unterarme, Ober- und Unterschenkel sowie der Rücken sollten mit großen Längsstrichen behandelt werden, die Gelenke hingegen mit kreisenden Bewegungen
  • Wenn ich alleine bin und mir niemand den Rücken ölen kann, verwende ich einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel, den ich mittig mit ein wenig Öl bestreiche und dann mit beiden Händen an den Händen anfasse. So kann ich ihn bequem über den Rücken ziehen. Der Beutel kann nach Gebrauch mit Wasser und Seife gereinigt werden und ist somit mehrfach wieder verwendbar.
  •  Es reicht, nur soviel Öl zu verwenden, dass der Kontakt mit der Haut glatt ist und die Bewegungen schön fließen können.
  • Ich beginne mit der Kopfhaut und massiere ca. 1 El Öl mit kleinen, kreisenden Bewegungen ein. Es geht tatsächlich darum, die Kopfhaut zu ölen und nicht die Haare.
  • Dann folgen die Ohren. In sanften Auf- und Abwärtsbewegungen streiche ich die Ohrmuschel komplett aus und massiere auch sanft die unbehaarten Stellen hinter den Ohren. Hier wird Vata besonders gut beruhigt.
  • Das Gesicht mit flachen Strichen an der Stirn und behutsamen Kreisen auf Schläfen und Wangen massieren. Das Kinn wieder streichend. Auch die Nase nicht vergessen – sanft auf und ab streichen.
  • Nun massiere ich Nacken und Hals. Am Nacken dann zur Schulter sanft hin und her streichen. 
  • Nun folgen die Arme, kräftig mit Längsstrichen an den langen Muskeln und mit Kreisen an den Gelenken. Auch die Hände und Finger satt einölen und zu den Fingern ausstreichen.
  • Oberkörper und Bauch werden sanft massiert., um die Brust kreisend und auf dem Brustbein sanft auf und ab streichend. den Bauch mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn vorsichtig kreisen.
  • Nun kommt der Rücken wie oben beschrieben und dann das Gesäß , bei dem ich gerne zu den Leisten hin ausstreiche.
  • Die Beine massiere ich wie die Arme, lange Muskeln in Längsstrichen, die Gelenke kreisend.
  • Nun noch die Füße intensiv bearbeiten. Dazu das Öl gleichmäßig verteilen und die Knöchel kreisen, Achillessehne ausstreichen, Ferse kreisend bearbeiten und die Fußsohle sowie den Fußrücken gleichzeitig mit Auf- und Abstrichen massieren. Am Ende noch die Zehen ausstreichen und die Zehenzwischenräume mit den Fingern massieren.
    Zum Schluss noch einmal den gesamten Fuß ausstreichen.
  • Dann in Bademantel hüllen, eine Tasse Tee trinken und sich für mindestens 15 Minuten entspannen.
    Anschließend mit warmem Wasser unter der Dusche abspülen. Keine Seife verwenden. Der zurückbleibende Film schützt weiterhin vor Vata von außen.
Viel Freude bei  Ausprobieren!

 

Suppe aus Topinambur 31.12

So einfach und so schnell! Dieses Süppchen aus Topinamburwurzeln habe ich erst vor Kurzem für mich entdeckt – waren die kleinen Knollen für mich zuvor doch etwas rätselhaft. 😉

Dabei haben sie einen angenehm würzig-nussigen Geschmack, so dass es gar nicht viel aus der Gewürzküche braucht. Gleichzeitig enthalten die  vitamin- und mineralstoffreichen Knollen auch den Ballaststoff Inulin, welcher für einen gesunde Verdauung sorgt und den Darm pflegt. Wenn das nicht mal ein Argument ist,  Topinambur auszuprobieren. Ich bin auf jeden Fall begeistert!

Hier kommt nun das Rezept:

Zutaten für 2 Personen:

500 g Topinambur
1 Zwiebel
1 TL Koriandersamen, gemahlen
1 TL Ghee
3/4 Liter Gemüsebrühe
75 g süße Sahne
Salz
Pfeffer
Saft einer halben Zitrone
nach Belieben frische Kräuter oder Haselnüsse mit Haselnussöl als Topping

Topinambur waschen, schälen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und fein hacken.
Dann die Zwiebeln in dem Ghee andünsten und anschließend die  gemahlenen Koriandersamen einrühren. Die Gemüsestücke dazu geben und mit dem Gewürzsud vermischen, etwas andünsten und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Das Ganze auf kleiner Stufe köcheln lassen bis das Gemüse weich ist.
Nun die Suppe pürieren, ggf. noch etwas heißes Wasser zugeben. Die Sahne einrühren und nochmals leicht erwärmen (nicht kochen).
Nun mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frisch gehackten Kräutern bestreuen.Fertig!

Wer ein knackiges Topping liebt, einfach ein paar Haselnüsse in Scheiben schneiden und  trocken in einer Pfanne rösten. Auf die Suppe geben und mit etwas Haselnussöl verzieren.

Dazu schmeckt sowohl kräftiges Roggenbrot als auch ein feines Baguettbrot mit etwas Butter.

Guten Appetit!

Würziges Berglinsendal 29.11

Manchmal muss es eben schnell gehen. Zum Beispiel nach einem längeren Spaziergangs bei nasskaltem Wetter kommt dieses wärmende Dalgericht wie gerufen!

Ich bevorzuge hierfür aufgrund ihres kräftigen Geschmacks braune Linsen, welche auch nur wenig Zeit benötigen bis sie gar sind. Denn wir wissen ja, dass Hülsenfrüchte am besten verträglich sind, wenn sie weich gekocht werden.
Dazu verwende ich dann eine Mischung aus warmen und sehr aromatischen Gewürzen der orientalischen Küche, welche es schon fertig zu kaufen gibt, z.B. Ras-el-Hanout oder wer es schärfer mag auch gerne die Mischung Baharat mit viel scharfem Paprika.
Alles miteinander kochen lassen und nach spätestens 30 Minuten ist das Yummy-Gericht fertig.

Hier das Rezept:

Zutaten für 2 Personen:

200 g braune Linsen (es gehen auch rote Linsen – sind aber weniger kräftig im Geschmack)
1 Lorbeerblatt
1 EL (glatt gestrichen) arabische Gewürzmischung (Ras-el-Hanout, Baharat o.ä.)
1-2 TL Ghee
Steinsalz
Saft einer halben Zitrone
1/2 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
ggf. etwas süße Sahne

Die Linsen waschen und  zusammen mit dem Lorbeerblatt, der Gewürzmischung  und dem Ghee in einen Topf geben. Mit heißem Wasser aufgießen (ca. 1 cm Überstand) und köcheln lassen bis die Linsen weich sind. Zwischendurch umrühren und ggf. noch etwas heißes Wasser nachgießen. Das Ganze sollte eine schöne sämige Konsistenz erhalten.
Zum Schluss 
Lorbeerblatt entfernen, salzen und mit Zitronensaft abschmecken. Nach Geschmack noch einen Schuss süße Sahne einrühren, etwas ziehen lassen und vor dem Servieren die frischen Kräuter unterheben.

Guten Appetit!