Stimmungsaufheller 26.01

Wussten Sie schon, dass Nahrungsmittel auf die Psyche wirken? Na klar, werden Sie denken, Schokolade macht glücklich. Stimmt! Doch wissen wir alle, dass dies nur stimmt, wenn in Maßen genossen. Aber auch andere Lebensmittel haben die Eigenschaft, Licht ins Gemüt zu  bringen. Allen voran einige Gewürze und dazu zählt vor allem der Safran. 
Die Königin der Gewürze ist nicht nur das teuerste, sondern gehört auch zu den sattvischen Stoffen, d.h. Safran bringt Klarheit und Licht in den Geist, verleiht  dem Gemüt Gefühle von  Liebe, Hingabe und Mitgefühl. Kein Wunder, denn schon bei der Ernte wird die  Eigenschaft der Hingabe spürbar. Pro Blüte gibt es 3 Stempelfäden. Für 1 kg benötigt man 250.000-360.000 Safranfäden. Alles ist Handarbeit! 
Die gelbe Farbe des Safrans wurde in Asien früher zum Färben von Textilien eingesetzt, war aber nur Herrschern und Mönchen zugänglich und sollte die Liebe symbolisieren.
Aber Safran kann noch mehr. Neben seiner stimmungsaufhellenden und gedächtnisstärkenden Wirkung werden ihm u.a. auch leber- und milztonisierende Eigenschaften zugesprochen, revitalisiert somit das Blut und den Stoffwechsel im Allgemeinen, so dass gute Gewebe aufgebaut werden können und letztendlich auch Ojas, die Vital- und Immunkraft.
Wenn das nicht mal ein Superfood ist! 😉

Schon letztes Jahr habe ich die Verwendung von Safran für mich entdeckt, sei es im Frühstücksbrei, der indischen Quarkspeise Shrikand oder als Safran-Milch. Vor der Verwendung sollte man die Fäden leicht pulverisieren und in wenig heißem Wasser einweichen. Dadurch lösen sich die Geschmacks- und Farbstoffe besser.

Heute möchte ich mein Rezept für eine stärkende und beruhigende Safranmilch vorstellen. Passt super am Nachmittag, wenn das sogenannte „Vata-Tief“ einsetzt, um so neue Kraft zu tanken oder am Abend, um abzuschalten und die nötige Bettschwere zu bekommen.

So hier kommt nun das Rezept. 

Zutaten für 1 Person:

250 ml Demeter-Milch (alternativ: Mandelmilch)
ca. 5 Fäden Safran
1 Prise Kardamom, gemahlen
1 Prise Zimtpulver
1-2 TL Mandelmus (bei Bedarf)
Agavendicksaft oder Honig nach Bedarf

Und so wird’s gemacht: 

Safranfäden mörsern und in wenig heißem Wasser kurz einweichen. Die Milch in einen Topf geben, eingeweichten Safran, Kardamom und Mandelmus dazu geben und mehrfach aufwallen lassen. Anschließend die Milch nach Gusto aufschäumen. Das hat auch den Effekt, dass sie leichter verdaulich wird.  Wem die MIlch nicht süß genug ist, kann gerne noch etwas Süßungsmittel zugeben. Ich brauche das nicht, denn Milch und Mandelmus haben schon eine natürliche Süße. Bei Verwendung von Honig die Milch vorher auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Zum Schluss mit Zimt bestreuen und heiß genießen!

Wem die Milch zu nahrhaft ist, kann gerne das Mandelmus weglassen – obschon die Mandeln auch eine positive Wirkung auf das Gemüt haben. Demnächst mehr dazu…

Weihnachtschutney 20.12

Lust auf eine leichte und aromatische, vegetarische Vorspeise beim Festmenü? Dieses fruchtige Chutney auf Basis von saftigen Birnen in Kombination mit gerösteten Haselnüssen, warmen Gewürzen und einem Hauch Schokolade harmoniert perfekt mit leuchtend buntem Wurzelgemüse aus dem Backofen. Hierzu sind der Vielfalt nur Grenzen durch das Angebot gesetzt. Mein Favorit sind Pastinaken, Karotten und Rote Bete. Letztere hatte ich leider schon vorher aufgefuttert, so dass sie fürs Bild nicht mehr zur Verfügung standen. 😉
Chutneys sind schnell zubereitet und können schon am Vortag gekocht werden. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sie etwa eine halbe Woche. Dann sollten frische Kräuter aber erst vor dem Servieren zugefügt werden.

So hier kommt nun das Rezept. 

Zutaten für 4 Personen:

2 reife Birnen (z.B. Conference)
½ rote Peperoni (je nach Geschmack und Schärfegrad auch mehr)
1 Orange und evtl. 1 Zitrone
1-2 TL Ingwer, gerieben
50 g Haselnüsse
1 TL Pimentkörner
1 TL Anissamen
6 Kardamomkapseln
1 Zimtstange
½ TL Kurkumapulver
2 TL Ghee
Salz, Pfeffer
1-2 TL Garam Masala
½ Bund Petersilie
20 g Zartbitterschokolade

Und so wird’s gemacht: 

Birnen waschen, schälen und in kleinere Würfel schneiden.
Orange auspressen. Chilischote waschen, entkernen und in feine Würfel schneiden. Pimentkörner und Anissamen grob mörsern und die Kardamomkapseln mit dem Mörserstößel leicht aufbrechen.

Nun in einem kleinen Topf das Ghee erhitzen, dann Zimtstange, Piment, Anis und Kardamomkapseln dazu geben und unter Rühren anrösten bis es schön duftet.Nun geriebenen Ingwer dazugeben und kurz mit anrösten. Anschließend Kurkumapulver dazu geben, kurz umrühren und dann schnell mit den Birnenwürfeln „ablöschen“, damit die Gewürze nicht anbrennen und bitter werden. Orangensaft dazu geben und leicht salzen. Dann das Ganze ca. 5-10 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln bis das Obst weich ist. Dann das Ganze auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Schokolade fein hacken (nicht reiben – dann wird sie zu fein und löst sich zu schnell im Chutney).
Haselnüsse sehr fein hacken und in einer Pfanne trocken anrösten bis sie duften. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocknen und ebenfalls fein hacken.
Wenn das Chutney abgekühlt ist, Schokolade, Nüsse und Petersilie unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Garam Masala kräftig abschmecken. Garam Masala unterstreicht hier das weihnachtliche Aroma. Das Chutney sollte eine süß-saure-scharfe Note haben. Eventuell mit noch etwas Zitronensaft abrunden.

Das Chutney zu Wurzelgemüse reichen, welches nur mit Salz, Pfeffer und Ghee (oder Bratöl) im Ofen gegart wird. Röstaromen machen es besonders aromatisch. Dazu kurz vor Ende der Garzeit dem Ofen nochmal gut Gas geben oder den Grill zuschalten.

Guten Appetit!