Kartoffel-Gulasch mit Sauerkraut und Paprika 06.11

Sauerkraut mal anders!

Jetzt  wo es draußen grauer wird bringt dieses farbenfrohe „Eintopf“-Gericht gute Laune in den Tag.  Paprikagrün, Tomatenrot, Kartoffelgelb – fast wie die letzten Reste des Herbstlaubes draußen.

Es ist nur in Anführungsstrichen ein Eintopf-Gericht, weil ich die Kartoffeln separat vorkoche und so einen zweiten Topf benötige. 😉
Aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn vitaminreiche Paprika und ebensolches Sauerkraut, welches zusätzlich mit seinen Milchsäurebakterien den Darm pflegt, ergänzen sich hier perfekt zu einem herzhaften Gericht, welches uns gerade im Herbst und Winter gut tun kann. Die ayurvedischen Klassiker beschreiben ohnehin, dass fermentierte Produkte eigentlich nur in der kühleren Jahreszeit verzehrt werden sollen, denn sie haben u.a. eine erhitzende Wirkung auf den Körper. 
Verdauungsunterstützend wirken in diesem Rezept Kreuzkümmel, Koriander und Salbei. Es ist somit besonders gut  für Vata-Personen geeignet.
Kapha-Menschen fachen mit etwas mehr Pfeffer oder einer Prise Chili ihr Verdauungsfeuer noch etwas intensiver an, lassen aber den Sauerrahm weg.
Pitta-Personen sollten dieses Gericht nicht im Übermaß genießen und fügen etwas mehr des blutreinigenden Kurkumas hinzu sowie einen Teelöffel Rohrzucker, einen Schuß süße Sahne und viel frische Petersilie.

So, nun kommt aber endlich das Rezept. 

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Kartoffeln (ich bevorzuge die vorwiegend festkochende Qualität)
1 große Zwiebel
1 rote Paprika
2 grüne Paprika
250 g Sauerkraut
2 EL Ghee
2 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Kurkumapulver
2  Stiele frischer Salbei (alternativ geht auch die getrocknete Variante)
2 TL Paprika-Tomaten-Mark (alternativ reines Tomatenmark)
330 ml Tomatensaft
150 ml Gemüsebrühe
100 ml trockener Rotwein (evtl. durch weitere Gemüsebrühe ersetzen)
Salz
Pfeffer
Sauerrahm

Kartoffeln waschen, schälen und in dicke Schnitze schneiden. Paprika waschen, entkernen und  in schmale Streifen schneiden. Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Salbei waschen, trockenen und fein hacken. Gewürzsamen grob mörsern.

Nun in einem großen Topf das Ghee erhitzen und die gemörserte Gewürze darin anrösten bis sie duften. Dann die Zwiebeln dazu geben und glasig dünsten. Kurkuma und Salbei zufügen, alles zügig vermischen.
Schnell Paprika, Sauerkraut und Paprika-Tomatenmark dazu geben und mit dem Gewürzsud vermengen und etwas anschmoren. Mit Gemüsebrühe, Tomatensaft und Rotwein ablöschen, salzen und ca.45 Minuten leise köcheln lassen bis das Sauerkraut wirklich weich ist.

Unterdessen die Kartoffelschnitze in Salzwasser garen, so dass sie fast gar, aber noch etwas bissfest sind. Dann abgießen und ca. 15 Minuten vor Ende der Garzeit des Sauerkrauts mit in den Gemüsetopf geben und zu Ende garen.

Den Gulasch ggf. noch etwas einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren mit etwas Sauerrahm garnieren. 

Guten Appetit!

Lauwarmer Hirsesalat nach Tabouleh-Art 06.11

Da habe ich mich mal wieder inspirieren lassen.

Ein Rezept aus der Zeitung vom Bioladen wurde von mir kurzerhand  ayurvedische interpretiert. 
Und so ist eine schnelle und leckere Mittagsmahlzeit entstanden.  Schmeckt in dieser Variante auch gut am Abend. da keine tierischen Eiweiße verarbeitet wurden, denn statt Feta habe ich die vegane Variante auf Mandelbasis verwendet.

Ein leichtes Sommergericht für alle Doshas gut geeignet.
Hirse ist leicht verdaulich und trocknet zu viel Feuchte von Kapha und Pitta. Um es auch für Vata verträglich zu machen, habe ich reichlich gutes Olivenöl  verwendet. Die Zwiebeln wurden im Gegensatz zum Originalrezept schön mit etwas Korianderpulver gedünstet, ebenso die frischen Aprikosen. 
Die typische Tabouleh-Note erhält das Gericht durch die viele frische Minze und Petersilie, welche Agni schön ankurbelt und überschüssiges Pitta und Kapha reduziert.

Auf die Gurke habe ich verzichtet, da es gerade nicht so warm ist. Bei sommerlicheren Temperaturen hingegen würde ich diese geschält und  fein gewürfelt (ohne Kerne), jedoch noch roh unterziehen. Vata– und Kapha-Typen sollten sie ggf. vorher mit andünsten.

So nun kommt das Rezept:

Zutaten für 1-2 Personen:

100 g Hirse
1 rote Zwiebel
1 TL Koriander gemahlen
4 EL Olivenöl
3 frische Aprikosen
4 getrocknete Aprikose
1/2 Bund frische Minze
1/2 Bund frische Petersilie
1 Handvoll Kürbiskerne
3 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
50 g Feta (alternativ: vegane Variante oder weglassen)

Hirse nach Packungsanweisung zubereiten.
In der Zwischenzeit die getrockneten Aprikosen ganz fein würfeln und während der Quellzeit der Hirse zu dieser geben.
Zwiebel schälen und in feine Halbringe schneiden. In 1 EL Olivenöl mit dem Korianderpulver sanft andünsten bis sie weich und süß sind. 
Die Aprikosen waschen,. entkernen und grob würfeln. Mit zu den gedünsteten Zwiebeln geben und einige Minuten mitgaren.
Kürbiskerne in einer heißen Pfanne trocken anrösten.
Petersilie und Minze waschen, trocknen, Blätter abzupfen und fein hacken.
Wenn die Hirse fertig gegartist, Zwiebelmischung, Kürbiskerne, gehackte Kräuter und das restliche Olivenöl unterziehen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und noch etwas ziehen  lassen.
Feta darüber bröseln und auf Teller anrichten.

P.S. die halbierte Aprikose ist nur für das Foto, damit es schöner aussieht. 😉
Wäre nicht ayurvedisch, sie so dazu zu essen. 

Guten Appetit!